| Veranstaltung: | Mitgliederversammlung am 7.10.26 |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | 3.2. Ordentlich Delegierte (1 offener Platz) |
| Antragsteller*in: | Nikolaus Fritzsche |
| Status: | Eingereicht |
| Eingereicht: | 04.10.2026, 09:56 |
A10: Nikolaus Fritzsche
Selbstvorstellung
Liebe Grüne Jena,
die Umbrüche in der aktuellen politischen Landschaft lassen sich schwerlich schönreden. Denoch gibt es eine Partei, deren Ansichten und Bestrebungen mir Hoffnung geben und das sind wir selbst. Wir Grünen haben gute Ansichten, die wir in Ideen formen und daraus gelungene Projekte kreieren.
Dabei müssen wir aufpassen, dass wir die richtigen Ideen nicht schlagartig implementieren können, sondern Veränderungen in der Gesellschaft, auch bei uns, Zeit brauchen. Dass wir uns besser erklären müssen, ist eine müde Floskel geworden.
Die komplexen Antworten auf die großen Fragen unserer Zeit wie der Klimawandel mit der verknüpften Biodiversitätskrise, sozial gerechtes Wohnen und flächendeckender ÖPNV lassen sich auf der progressiven Seite des Parteienspektrums finden.
Mich beunruhigt deshalb die Zerfleischung im linken Lager, Wahlkampf und Abgrenzung hin oder her sind die progressiven Parteien aufeinander angewiesen; spätestens wenn es um Koalitionsparter*innen geht. Auf Bundesebene sehen wir, wozu es führt, wenn Koalitionspartner zerstritten sind und gekränkte Egos nicht mehr konstruktiv miteinander sprechen können.
In Jena bin ich vielseitig aktiv, als frischer Bachelor-Biologiestudent bin ich vor drei Jahren in den Vorsitz der Grünen Jugend gerutscht, in der ich seitdem in Verantwortung bin. Dann kam 2025 der Beisitz im Kreisverband der Altpartei und kürzlich der Beisitz im Grünen Haus e.V. hinzu. Als nun frischer Masters-Biologiestudent habe ich Lust auf Berliner Luft.
Die Frage, wie wir progressive Mehrheiten organisieren ist keine reine Parteienfrage. Meine Motivation auf die BDK zu fahren liegt darin, die Vielfalt unserer Partei besser kennenzulernen und (mir) die Frage zu stellen, wie wir das Leben für alle verbessern können und die Narrative nicht den Faschos der AfD oder den Systemschmarotzern der Union zu überlassen, die den Kontakt zum Volk verloren haben und Politik für eine verdammt kleine Klientel machen, während viele existenizielle Probleme unbeachtet bleiben oder abgetan werden.
Solidarische Grüße,
Nikolaus
- Alter:
- 25